Seit drei Jahren tobt der Krieg im Sudan mit unveränderter Grausamkeit. Unzählige Menschen sind bereits vor Gewalt und Hunger geflohen. Viele suchen in den Nachbarländern wie dem Tschad Schutz. Dort leben rund 50.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen in Camps. Besonders Frauen und Mädchen sind betroffen.
Mit der Aktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen.“ rücken die Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international jedes Jahr Krisen und Katastrophen in den Fokus, die in der Öffentlichkeit und den Medien kaum oder gar eine Beachtung finden.
In diesem Jahr richtet sich der Blick auf die weltweit größte humanitäre Krise im Sudan sowie in den angrenzenden Ländern Tschad, Südsudan und der Zentralafrikanische Republik.
In den Nachbarländern des Sudans unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe die Menschen mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Bargeldhilfen und einem Programm zur Einkommensförderung, damit sie sich mit dem Nötigsten versorgen können.
Innerhalb des Sudans arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe eng mit dem sudanesischem Hilfsnetzwerk der Emergency Response Rooms (ERR) zusammen. Sie organisieren landesweit Suppenküchen, verteilen Trinkwasser und statten Notunterkünfte aus.
Schon vor Beginn der Kämpfe waren im Sudan 15,8 Millionen Menschen, ein Drittel der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen. Jetzt haben Hunger und Mangelernährung kritische Werte längst überschritten. Nach neuesten Schätzungen der Vereinten Nationen benötigen im Jahr 2026 mehr als acht Millionen Menschen dringend Nahrungsmittelhilfen, darunter rund fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren.
Das Leben von über 800.000 Kindern ist akut durch Hunger bedroht. Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben, mehr als vier Millionen sind in Nachbarländer wie den Tschad oder den Südsudan geflohen. Damit ist der Konflikt die aktuell größte Vertreibungskrise der Welt.
Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe:
Evangelische Bank
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