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"Sieben Wochen ohne"

„Sieben Wochen ohne“ - die sogenannte Passionszeit steht bald bevor. Am Aschermittwoch ist es soweit. Und Passionszeit ist traditionell Fastenzeit. „Ohne was“ soll oder will ich auskommen? Ich habe eine Idee: 7 Wochen ohne Münzgeld. Soll ja eh irgendwann abgeschafft werden.

Das ist der Plan: In der ersten Woche packe ich jeden Abend die Ein-, Zwei- und Fünf-Cent-Stücke aus meinem Portemonnaie zur Seite. In der zweiten Woche auch die Zehn- und Zwanzig-Cents. Dritte Woche: die Fünfziger-Cents sind mit dran. Vierte Woche: ebenso alle Ein-Euros. Fünfte Woche: Jeden Abend alles Münzgeld raus. Sechste Woche: auch jeden Fünfer-Schein muss dran glauben. Und in der Karwoche muss jeden Abend auch noch jeder Zehner-Schein dran glauben.

Was wird da wohl am Ende zusammenkommen? Und wofür soll das gut sein? Für ein Essengehen? Dann aber wenigstens als Einladung mit Freunden. Oder am Osterfest für die Kollekte? Für einen anderen guten Zweck: Kirchliche Hospizarbeit zum Beispiel?! Oder für „Brot für die Welt“? Auf jeden Fall nicht für mich, sondern für andere. So gibt es einen Spannungsbogen, der ein weitreichendes Ziel voller Zuversicht hat.

Genau wie in der Passion Jesu. Am Ende wird gefeiert – egal, was es vorher für Mühen gemacht hat, was es „gekostet“ hat. Das Bibelwort im Februar heißt passend: „Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte!“ Also: was habe ich zu verlieren? Wer fastet, wird achtsamer – macht Erfahrungen und lernt, über sich und seinen kleinen Horizont hinauszublicken.

Also: ran an die Seele – und vielleicht auch ans Münzgeld! Oder selbst etwas ausdenken und ausprobieren! Fröhliches und ergiebiges Fasten wünscht Ihnen

Stephan Büttner,
Pastor der „Kirche Zum Guten Hirten“, Nordholz

 

Pastpr Stephan Büttner
Pastor Stephan Büttner
Tel.: 04741 6030169