Wenn mehr als 300 Konfirmand*innen und knapp 100 weitere Personen eine Woche in den Niederlanden segeln gehen, dann braucht man zwei Dinge: gutes Wetter und eine noch bessere Planung. Zur „Flotten“-Vorbereitung haben sich Teamende, aber auch Sanitätsdienst, Einkaufs-Crew und Medienbeauftragte im Sachsenhain in Verden getroffen. Ein Wochenende lang wurde die große Segelfreizeit auf dem Ijsselmeer, die seit 2005 im Kirchenkreis Wesermünde in den Osterferien angeboten wird, detailliert geplant.
Was kann ich tun, wenn sich ein Konfi verletzt? Wie wollen wir Eltern und Angehörige auf den Social-Media-Kanälen ein bisschen „mitnehmen“? Was soll es am „Abend der Begegnung“ auf den einzelnen Schiffen zu essen geben? Wie können die Themen „Freundschaft“, „Gemeinschaft“ und „Abendmahl“ an Bord erarbeitet werden? Für diese Fragen und noch viele mehr mussten Antworten her, damit der Törn, der vom 20. bis 27. März stattfindet, möglichst reibungslos verläuft – und eine tolle Erfahrung für die Konfis wird.
„In diesem Jahr stechen wir mit zwölf Schiffen in See“, sagt Kreisjugenddiakon Michael Hinrichs, der zusammen mit Diakonin Birgit Blendermann und den Ehrenamtlichen Antje Müller und Christoph Somnitz den „Flottenrat“ und damit das leitende Gremium bildet. Auf elf Seglern sind Konfirmand*innen aus allen Gemeinden des Kirchenkreises Wesermünde an Bord. Auf dem zwölften Schiff sind die Funktionstragenden untergebracht.
Mit 330 teilnehmenden Jugendlichen fahren rund 50 Konfirmand*innen weniger mit als im vergangenen Jahr. „Den Corona-Einbruch bei den Gruppenleitenden haben wir wieder aufgefangen“, freut sich Hinrichs. So konnte jedes Schiffsteam mit erfahrenen und neuen Mitarbeitenden besetzt werden.
Mit sechs Bussen werden die Konfis am 20. März aus dem Cuxland in den Hafen von Lelystad gebracht. Dort beziehen sie ihre Kajüten, lernen ihre Ansprechpersonen, den Skipper und den Rest der Mannschaft kennen. Wohin es am nächsten Morgen geht, entscheiden die Windverhältnisse auf dem Ijsselmeer. Sturm oder Flaute, Sonnenschein oder Minustemperaturen – all das gab es bereits auf den vorherigen „Flotten“. Im Gegensatz zu Programm, Abendessen und Bastelmaterial ist das Wetter leider nicht planbar. „Wir hoffen auf genauso schöne Frühlingstage wie 2025“, sagt Hinrichs. Und falls das nicht eintrifft, ist das kein Weltuntergang: Nach 18 Ausgaben der „Flotte“ – dreimal musste die Freizeit coronabedingt ausfallen – kann die Seemänner- und frauen der Evangelischen Jugend Wesermünde sowieso nichts mehr erschüttern. Und ein Stück Sicherheit wollen sie auch den Jugendlichen vermitteln, betont der Kreisjugenddiakon: „In stürmischen Zeiten wollen wir mit den Konfis schauen, wie man den Orientierung gebenden Leuchtturm im Blick behalten kann - sowohl persönlich als auch im Zusammenleben in unserer Gesellschaft.“