Wie weit ist der Kirchenkreises Wesermünde in Sachen Prävention sexualisierter Gewalt? Darüber konnten sich die Mitglieder der Kirchenkreissynode jetzt ein genaues Bild machen. Gina Diesing und Dirk Hinck vom Präventionsausschuss lieferten bei der jüngsten Sitzung in Nordholz Zahlen und Fakten, machten aber auch erneut Hilfsangebote.
In der gesamten Landeskirche Hannovers steht das Thema Prävention sexualisierter Gewalt ganz oben auf der Tagesordnung. Auch der Kirchenkreis Wesermünde hat sich auf den Weg gemacht – und bereits eine große Strecke zurückgelegt. Nicht nur wurde im Mai 2025 ein Schutzkonzept von der Synode beschlossen. „704 Personen haben bereits die Grundschulung absolviert“, berichtete Gina Diesing. In dieser Grundschulung werden kirchlich Engagierte für sexualisierte Gewalt und Grenzüberschreitungen sensibilisiert. Geschult werden sie von Multiplikator*innen. Mittlerweile, so Gina Diesing, gibt es sieben im Kirchenkreis. „Weitere befinden sich in der Weiterbildung.“
Bis zu den Sommerferien stehen schon sieben weitere Termine für Grundschulungen fest. Weitere Infos hierzu gibt es auf der Homepage des Kirchenkreises.
Auch Kirchengemeinden müssen Schutzkonzepte erarbeiten. 24 werden es am Ende sein. Dirk Hinck und Gina Diesing konnten berichten, dass bisher zehn eingereicht wurden. Diese werden vom Ausschuss geprüft und dann vom Kirchenkreisvorstand genehmigt. Bei fünf ist dieser Prozess bereits positiv abgeschlossen worden.
„Wenn es Probleme bei der Erstellung gibt, kommen wir in den Kirchenvorstand und beraten Euch“, betonte Gina Diesing.
Superintendent Albrecht Preisler berichtete dem Kirchenparlament, dass bei der Regionalisierung „ein Meilenstein“ geschafft sei. Alle sechs Regionen des Kirchenkreises haben sich nun in der Form zusammengefunden, in der sie in Zukunft zusammenarbeiten wollen. So haben sich zum 1. Januar 2026 die Kirchengemeinden der Region Nord-Ost zur Gesamtkirchengemeinde Geestland Ost zusammengetan. In der Region Nord gibt es ebenfalls seit dem 1. Januar 2026 einen Kirchengemeindeverband. „Somit gibt es bei uns nun drei Gesamtkirchengemeinden und drei Kirchengemeindeverbände“, so der Superintendent. Dies sei eine tolle Leistung, da es von der „Satzung bis zur Namensfindung“ im Vorfeld sehr viel zu regeln gäbe.
Desweiteren informierte Albrecht Preisler, dass sich Pastorin Lara Schilde aus Bexhövede auf die Stelle der Superintendentin im Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck beworben habe. Die Wahl, bei der noch ein zweiter Kandidat antritt, ist für den 10. April angesetzt.
Die Langenerin Friedrike Einschenk berichtete zum Abschluss von der konstituierenden Sitzung der Landessynode, bei der sie als gewählte Synodale Mitglied ist. Sie wird sich in der nun beginnenden Wahlperiode im Geschäfts-, Diakonie- und Bildungsausschuss engagieren.