Candy-Bar und World-Café, Speeddating und Online-Quiz: Wenn der Kirchenkreisjugendkonvent eine Synodensitzung vorbereitet, ist einiges anders. Am 9. Mai tagte im Gemeindehaus Beverstedt zum ersten Mal eine Jugendsynode.
Die Synode ist das „Parlament“ des Kirchenkreises, ihre Mitglieder vertreten die Kirchengemeinden und Institutionen aus Wesermünde. Ziel der Jugendsynode war eine bessere Vernetzung der „Erwachsenen-Synode“ mit der Evangelischen Jugend und deren Vertretung, dem Kirchenkreisjugendkonvent (KKJK).
Neben spielerischen Aktionen zum besseren Kennenlernen und dem gemeinsamen Diskutieren zum Beispiel über Gottesdienstpflicht für Konfis und Ehrenamt ging es auch thematisch um die Situation von Kindern und Jugendlichen.
Pastorin Arnhild Bösemann aus Loxstedt stellte unter dem Titel „Glauben von Anfang an“ die Angebote im Kirchenkreis für diese Altersgruppen vor. Die Zielgruppe ist groß: „10.747 Menschen zwischen null und 27 Jahren leben bei uns. Rund 1000 Kinder besuchen eine evangelische Kita.“ Von Krabbelkreis bis Konfi-Zeit, von Kirche Kunterbunt bis zu den vielfältigen Angeboten der Evangelischen Jugend reicht das Angebot. Arnhild Bösemann betonte, wie wichtig dies alles sei. „Unsere Arbeit ist eine Visitenkarte der Kirche in der modernen Gesellschaft.“
Kreisjugendwart Michael Hinrichs stellte dann den jungen und junggebliebenen Synodalen die aktuelle, bundesweite Situation von Jugendlichen zwischen persönlichen und gesellschaftlichen Krisen vor. „Unsicherheit ist momentan der Dauerzustand.“
Das kommende Jahr, so hat es der KKJK beschlossen, soll daher unter dem Motto stehen „Glaube statt Zweifel, Herz statt Hetze, Hoffnung statt Angst“. Hierzu soll es unter anderem eine Fahrt mit Jugendlichen nach Ausschwitz geben.
Über die Situation der Jugendlichen sprach zum Ende der Synode Regionalbischöfin Sabine Preuschoff, die seit dem Ende des vergangenen Jahres im Amt ist. Sie stellte sich dem Gremium außerdem als Person vor und skizzierte einige Schwerpunkte: „Die Stärkung der Demokratie ist für mich momentan eins der wichtigsten Themen für die Kirche.“ Den Synodalen empfahl sie, sich zwar mit den notwendigen strukturellen Änderungen zu befassen, darüber aber nicht den Blick ins Außen zu verlieren. „Wir müssen immer gucken, was Kirche für die Menschen tun kann.“