Innehalten

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Wenn Worte nicht ausreichen

Waren Sie schon einmal in den Alpen oder haben Sie bisher nur Bilder davon gesehen? Können Sie Radfahren oder haben Sie bisher nur zugeschaut? Manches können wir gar nicht mit Worten beschreiben. Das musst Du selbst erleben, um zu wissen, wie das geht und wie sich das anfühlt. Auch zum Thema „Segen“ können Worte nur sehr begrenzt verstehen helfen.

Wenn Gott segnet, dann behütet er

Ist das nicht unsere Sehnsucht, wenn wir um Gottes Segen bitten, wenn wir unsere Kinder taufen lassen oder wenn wir in diesen Wochen die Jugendlichen konfirmieren? Gott soll unser Leben, unsere Liebe und unsere Lieben beschützen. Und das ist auch so! Ohne Gottes Segen würde mehr Unglück herrschen. Gott sei Dank gibt es diese Segensmacht, die trotz aller Not und Sorgen so viel Böses verhindert, die heilt und versöhnt. Ohne Gottes Segenshandeln würde unsere Welt anders aussehen – ganz anders.

Wen Gott segnet, den begabt er

Gott beauftragt Menschen nicht nur ganz allgemein, sondern auch konkret. Im Segen erscheint, wie einmalig begabt ein Mensch ist. Durch Gottes Segnen wird persönlich, wer wir sind und was wir können. Gesegnete werden unter dem Segen getröstet, befreit und ermutigt. Im Gesegnetsein können alte wie neue Begabungen, Aufgaben und Lebenswege entdeckt werden.

Wo Gott segnet, da bewegt sich etwas

Aus Begabung wird Bewegung. Wenn Gott Menschen segnet, dann darf es geschehen, dass Gott Menschen in Bewegung setzt. Eine kleine oder große „Friedensbewegung“ wird angestoßen. Das kann eine Entwicklung sein, dass gesegnete Menschen sich für andere einsetzen. Das kann ein Neuanfang sein, dass Menschen sich mit Jesus Christus auf den Weg machen.

 Gott segnet und berührt

Das Reden über den Segen kann uns nicht erreichen, wenn Gott uns nicht berührt. Was wahrhaftig ist, worin Wahrheit liegt, was gut ist, was Sinn macht, das wird erst dann zur eigenen Lebenswahrheit, wenn es uns „berührt“. Gar nicht so selten muss es uns nahezu körperlich nahe kommen, muss es gleichsam „unter die Haut gehen“.
 
Gottes Segen für unsere Konfirmandinnen, Konfirmanden und für andere auch

Darum bitten wir um Segen für unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden. Darum dürfen Menschen in jedem Alter um den Segen Gottes bitten, dass wir behütet, begabt, bewegt und berührt werden von Gott. Damit wir aus dieser Kraft heraus die Schönheit des Lebens sehen, den Glauben an Jesus Christus wagen und unsere Gaben wie Aufgaben gerne annehmen.

 Andreas Maack,
Pastor in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ringstedt