26. März 2019

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Jetzt ist alles wasserdicht

100 Mitarbeitende bereiten 15. "Flotte" vor

Mittagspause im Evangelischen Jugend Sachsenhain in Verden. Der Beerster Jan Bialy würde seinen Thermobecher gerne mit Kaffee füllen, ist aber noch nicht fündig geworden. Ein bißchen Koffein wäre jedenfalls nicht schlecht, denn gleich geht es weiter: Die letzten Vorbereitungen für die 15. "Flotte" des Kirchenkreises Wesermünde sind in vollem Gange. Alles muss organisiert sein, wenn sich am 5. April rund 450 Konfirmanden und 100 Mitarbeitende auf den Weg zum Ijsselmeer machen, um dort eine Woche zu segeln, zu singen, gemeinsam zu kochen, Gottesdienst zu feiern und Gemeinschaft zu erleben.

Lucas Jakobus (links) und Jan Bialy fahren zum fünften Mal als Teamer mit.

Jan Bialy fährt zum fünften Mal als Teamer mit. "Die Vorfreude wächst", sagt der 23-jährige Student. Für seinen "Kollegen" Lucas Jakobus ist es ebenfalls die fünfte "Flotte". Sie sind gemeinsam auf einem der insgesamt 21 Schiffe und wissen als "alte Hasen" genau, auf was sie sich einlassen. Ihr Hauptwunsch: "Es wäre schön, wenn wir etwas höhere Temperaturen hätten als im vergangenen Jahr", sagt Lucas Jakobus (20) lachend. 2018 war die Mütze das wichtigste "Flotten"-Utensil.

Beim Vorbereitungswochenende in Verden werden die Köpfe allein vom Planen heiß. Welche Hygienevorschriften muss jeder beachten? Wer ist für die Funkgeräte zuständig, wer für die Medikamente? Die Erste-Hilfe-Kenntnisse werden aufgefrischt, die einzelnen Schiffsteams setzen sich zusammen und diskutieren, eine Flotten-Playlist mit der besten Musik für die Segelfreizeit wird erstellt, das Einkaufsteam plant die erste Großbestellungen.

Nicht nur Jan Bialy und Lucas Jakobs sind "Wiederholungstäter": Die meisten Teamer haben "Flotten-Erfahrung". Diakonin Birgit Blendermann vom "Flottenrat" weiß: "Ungefähr 20 fahren zum ersten Mal mit." Einen "Teamer-Notstand" wie andere Kirchenkreise kennt Wesermünde nicht: Bei vielen Konfis ist die "Flotte" so beliebt, dass sie gerne noch einmal mitsegeln wollen und deshalb die Ausbildung zum Gruppenleiter machen.

Zum ersten Mal dabei ist im Sachsenhain auch Superintendent Albrecht Preisler, seit Februar im Amt. Er nahm einen Tag am Vorbereitungswochenende teil, um eins der "Flaggschiffe" seines neuen Kirchenkreises kennenzulernen. "Wir freuen uns sehr, dass Sie heute zu unserem Team dazugestoßen sind, um sich dieses Projekt des Kirchenkreises anzusehen", begrüßte Kreisjugenddiakon Michael Hinrichs in der Kapelle des Jugendhofes den Superintendenten, der später mit allen zusammen Abendmahl feierte. In diesem Jahr wird Preisler noch nicht mit auf "Flotte" fahren. "Aber für 2020 habe ich es mir fest vorgenommen", sagte der Superintendent unter dem Beifall der Jugendlichen.